Adsorption bedeutet, dass sich Stoffe an einer Oberfläche anreichern. Bei porösen Materialien wie Aktivkohle gehören dazu auch die großen inneren Oberflächen der Poren. Der Stoff muss also nicht an der von außen sichtbaren Oberfläche verbleiben.
Adsorption und Absorption
Bei der Adsorption steht die Anlagerung an Grenzflächen im Mittelpunkt. Absorption bezeichnet dagegen die Aufnahme in das Volumen einer anderen Phase. Beide Vorgänge sind zu unterscheiden; eine starre Einteilung in „nur außen“ und „im Inneren“ ist bei einem porösen Material missverständlich.
Welche Rolle spielt Aktivkohle?
Bestimmte gelöste organische Stoffe können sich an Aktivkohle anlagern. Wie gut das funktioniert, hängt unter anderem vom Stoff, dem Material, der Kontaktzeit und anderen Wasserinhaltsstoffen ab. Die Reduktion von freiem Chlor an Aktivkohle umfasst auch chemische Reaktionen und sollte nicht ausschließlich als Adsorption beschrieben werden.
Wo liegen die Grenzen?
Die Aufnahmekapazität ist begrenzt. Ein erschöpftes Medium kann die gewünschte Leistung nicht mehr gewährleisten. Ausbleibender Geruch ist kein zuverlässiger Nachweis verbleibender Kapazität. Auch mikrobiologische Anforderungen und die vorgesehenen Wechselintervalle sind zu beachten.
Adsorption entfernt nicht jeden gelösten Stoff und ersetzt keine allgemeine Desinfektion. Ein Leistungsnachweis muss sich auf das konkrete Filtersystem und die untersuchten Stoffe beziehen.

