Ultrafiltration, kurz UF, ist ein Membranverfahren. Wasser wird durch eine dafür ausgelegte Membran geleitet, die bestimmte Partikel, Kolloide und größere gelöste Bestandteile zurückhalten kann. Bauart und Trenncharakteristik unterscheiden sich je nach Produkt.
Welche Stoffe werden zurückgehalten?
Geeignete UF-Systeme können Schwebstoffe und bestimmte Mikroorganismen zurückhalten. Ob eine ausreichende Bakterien- oder Virenrückhaltung erreicht wird, muss für das konkrete System nachgewiesen sein. Eine pauschale Grenze von genau 0,01 µm beschreibt nicht sämtliche UF-Membranen.
Gelöste Mineralsalze passieren übliche UF-Membranen weitgehend. Deshalb ist Ultrafiltration keine allgemeine Entsalzung oder Enthärtung. Auch kleine gelöste organische Verbindungen oder Metallionen werden nicht automatisch umfassend reduziert.
Unterschied zur Umkehrosmose
Umkehrosmose kann viele gelöste Stoffe zurückhalten, während UF vor allem andere Trennaufgaben erfüllt. Welche Technik passt, hängt vom Ausgangswasser und dem gewünschten Ergebnis ab. Ein Verfahren ist nicht in jeder Situation besser als das andere.
Wartung und Wasserverbrauch
Einige Anlagen können gespült oder rückgespült werden; andere Module werden ausgetauscht. Dabei kann Spülwasser anfallen. „Ultrafiltration ist immer abwasserfrei“ wäre deshalb zu pauschal.
Halte die Herstellervorgaben zu Druck, Temperatur, Reinigung und Wechsel ein. Die Membran muss intakt sein und das System vor Wiederverunreinigung geschützt werden. Es gibt kein universelles Wechselintervall.

