Die elektrische Leitfähigkeit, kurz EC für „Electrical Conductivity“, beschreibt, wie gut Wasser elektrischen Strom leitet. Gelöste Ionen tragen dazu bei. Wichtig sind sowohl ihre Konzentration als auch ihre Art und Beweglichkeit sowie die Temperatur.
Welche Einheit wird verwendet?
Häufig wird EC in Mikrosiemens pro Zentimeter (µS/cm) oder Millisiemens pro Zentimeter (mS/cm) angegeben. Ein mS/cm entspricht 1.000 µS/cm. Vergleiche Messwerte nur mit nachvollziehbarer Temperatur beziehungsweise Referenztemperatur.
Ist ein niedriger Wert besser?
Nicht automatisch. Mineralstoffe können die Leitfähigkeit erhöhen, ohne dass daraus eine gesundheitliche Gefahr folgt. Umgekehrt schließt ein niedriger Wert Krankheitserreger oder problematische Stoffe nicht aus. Die Messung identifiziert keine einzelnen Bestandteile und ist kein vollständiger Trinkwassertest.
Zusammenhang mit TDS
Viele einfache TDS-Messgeräte messen zunächst die Leitfähigkeit und rechnen sie mit einem angenommenen Faktor in einen Schätzwert für gelöste Stoffe um. Dieser Faktor hängt von der Zusammensetzung ab. Ein universell genauer Umrechnungsfaktor existiert nicht.
Wofür ist EC nützlich?
Die Messung kann Veränderungen einer bekannten Wasserzusammensetzung oder den Betrieb bestimmter Aufbereitungsverfahren verfolgen. Dafür müssen Kalibrierung und Messbedingungen passen. Sie ersetzt keine gezielte Untersuchung auf beispielsweise Blei, Nitrat oder Mikroorganismen.

