Filtermedium

Ein Filtermedium ist das Material, das im Filter eine bestimmte Trenn- oder Behandlungsaufgabe übernimmt. Es ist nicht dasselbe wie eine Filterkartusche: Eine Kartusche ist das austauschbare Bauteil und kann mehrere Medien enthalten.

Beispiele für Filtermedien

  • Faservliese und Siebe: halten Partikel entsprechend ihrer Struktur zurück.
  • Aktivkohle: kann bestimmte gelöste organische Stoffe adsorbieren und freies Chlor reduzieren.
  • Poröse Keramik: kann als mechanische Barriere wirken. Das ist von losen EM-Keramikperlen zu unterscheiden.
  • Ionenaustauscherharze: tauschen bestimmte gelöste Ionen gegen andere aus.
  • Membranen: trennen abhängig von Verfahren und Bauart unterschiedliche Bestandteile.

Wie wählst du ein Medium aus?

Die Materialbezeichnung allein belegt keine konkrete Rückhalteleistung. Dafür sind Ausführung, eingesetzte Menge, Kontaktzeit und Betriebsbedingungen wichtig. Ein Aktivkohlemedium ist beispielsweise keine pauschale Keimbarriere, und nicht jede Membran entfernt gelöste Salze.

Wann muss es gewechselt werden?

Medien können beladen, erschöpft oder hygienisch ungeeignet werden. Halte die Zeit- und Kapazitätsgrenzen des konkreten Produkts ein. Waschen, Rückspülen oder Regenerieren ist nur bei dafür vorgesehenen Systemen geeignet und ersetzt nicht automatisch den vorgeschriebenen Austausch.

Weitere Informationen: CDC zu Filterverfahren

  • Ultrafiltration ist ein Membranverfahren zur Rückhaltung bestimmter Partikel und größerer Bestandteile. Gelöste Salze passieren die Membran weitgehend.

    Ultrafiltration ist ein Membranverfahren zur Rückhaltung bestimmter Partikel und größerer Bestandteile. Gelöste Salze passieren die Membran weitgehend.

  • Die Trinkwasserverordnung regelt in Deutschland die Qualität von Trinkwasser, Untersuchungen, Betreiberpflichten und Maßnahmen bei Abweichungen.

    Die Trinkwasserverordnung regelt in Deutschland die Qualität von Trinkwasser, Untersuchungen, Betreiberpflichten und Maßnahmen bei Abweichungen.

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