Mineralisierung bezeichnet hier die Zugabe oder Lösung mineralischer Bestandteile in Wasser. Nach einer Aufbereitung wird auch von Remineralisierung gesprochen. Welche Stoffe und Mengen hinzukommen, hängt vom Material, Wasser und Kontaktzeit ab.
Warum wird Wasser mineralisiert?
Eine gezielte Behandlung kann etwa Geschmack, pH-Wert oder technische Eigenschaften verändern. Sie macht Wasser nicht automatisch gesünder. Eine Mineralisierungsstufe enthält auch nicht zwangsläufig alle in der Werbung genannten Mineralstoffe in relevanten Mengen.
Wie wirkt sich Filtration aus?
Reine Aktivkohle entfernt gelöste Mineralsalze nicht umfassend. Enthärter können Calcium und Magnesium gegen andere Ionen austauschen. Umkehrosmose kann viele gelöste Stoffe reduzieren, entfernt aber nicht in jeder Situation alles vollständig. Nicht jede Osmoseanlage besitzt einen Mineralnachfilter.
Ist mineralisiertes Wasser für Babys geeignet?
Die Bezeichnung allein belegt keine Eignung für Säuglingsnahrung. Dafür gelten besondere Anforderungen an Wasser, Hygiene und Zubereitung. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät, dafür kein Wasser aus haushaltsüblichen Wasserfiltern zu verwenden. Zusätzliche Mineralien oder Salz sollten nicht eigenständig beigemischt werden.
Was ist bei der Wartung wichtig?
Verwende eine für das System vorgesehene Kartusche und halte ihre Nutzungs- und Wechselvorgaben ein. Es gibt kein allgemeines Intervall für sämtliche Mineralisierungsfilter. Ein höherer pH- oder TDS-Wert beweist weder die gewünschte Zusammensetzung noch Trinkwassersicherheit.

