Osmose beschreibt den Transport von Wasser durch eine selektiv durchlässige Membran. Bei vergleichbaren Druckbedingungen fließt Wasser netto von der Seite mit weniger gelösten Stoffen zur Seite mit höherer Konzentration, sofern diese Stoffe die Membran nicht entsprechend passieren können. Der entstehende Druckunterschied kann den Nettofluss ausgleichen.
Was ist Umkehrosmose?
Bei der technischen Umkehrosmose wird auf der konzentrierteren Seite ein Druck angelegt, der den osmotischen Druckunterschied überwindet. Ein Teil des Wassers tritt als Permeat durch die Membran. Zurückgehaltene Stoffe verbleiben überwiegend im Konzentratstrom.
Geeignete Anlagen können viele gelöste Salze und weitere Stoffe reduzieren. Die Rückhaltung ist jedoch stoff- und anlagenabhängig. Eine pauschale Prozentangabe für sämtliche Verunreinigungen wäre irreführend.
Was ist im Haushalt zu beachten?
Temperatur, Zulaufdruck, Rohwasser, Membranzustand und Betriebsweise beeinflussen Leistung und Ausbeute. Das Verhältnis von Permeat zu Konzentrat sowie Strombedarf und Wartung sind modellspezifisch. Eine höhere Produktionsmenge beweist keine höhere Wasserqualität.
Umkehrosmose kann auch den Gehalt an Calcium und Magnesium verringern. Das Wasser ist dadurch nicht „tot“. Eine Mineralisierungsstufe kann für bestimmte technische oder geschmackliche Ziele vorgesehen sein. Hygiene und rechtzeitige Filterwechsel bleiben wichtig.

