Der Begriff Quellwasser wird im Alltag für Wasser aus einer Quelle verwendet. Als Bezeichnung eines abgefüllten Lebensmittels unterliegt er in Deutschland jedoch der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung. Diese beiden Verwendungen sollte man unterscheiden.
Quellwasser als Lebensmittel
Abgefülltes Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen und wird am Quellort abgefüllt. Es muss die dafür geltenden Anforderungen erfüllen. Anders als natürliches Mineralwasser benötigt es keine amtliche Anerkennung als Mineralwasser.
Ist Wasser aus einer natürlichen Quelle sicher?
Nicht automatisch. Wasser kann beim Durchgang durch Boden und Gestein verändert werden und Mineralstoffe aufnehmen. Es kann aber auch mikrobiologisch oder chemisch belastet sein. Klarheit, kühle Temperatur und ein angenehmer Geschmack beweisen keine Trinkwasserqualität.
Trinke deshalb nicht aus einer unkontrollierten Quelle allein aufgrund ihres natürlichen Aussehens. Entscheidend sind geeignete Untersuchungen und die aktuelle Freigabe der jeweiligen Wasserstelle.
Enthält Quellwasser mehr Mineralstoffe?
Das hängt von der konkreten Zusammensetzung ab. Auch Leitungswasser kann aus Quellen stammen und Mineralstoffe enthalten. Eine pauschale Aussage „Quellwasser ist reiner und mineralreicher“ ist nicht sachgerecht.
Was bewirkt ein Haushaltsfilter?
Ein gewöhnlicher Geschmacksfilter macht Wasser aus einer unbekannten Quelle nicht automatisch trinkbar. Die passende Aufbereitung kann erst anhand der Wasserqualität und des nachgewiesenen Leistungsumfangs beurteilt werden.

